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CarSharing in Deutschland 2020: Die wichtigsten Fakten auf einen Blick

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Bild: Bundesverband CarSharing e.V.Wie viele CarSharing-Nutzer*innen gibt es? Wer sind die größten Anbieter? Wie zufrieden sind Kund*innen mit der Fahrzeugverfügbarkeit? Alles Wichtige und Wissenswerte rund um CarSharing hat der Bundesverband CarSharing graphisch aufbereitet. So bekommen Sie schnell und umfassend einen Überblick über die Branche. 

Die Grafiken liefern Zahlen und Infos zu Fahrzeug- und Nutzer*innenzahlen, zu Orten mit CarSharing-Angebot, zu den verschiedenen CarSharing-Varianten, zu Kundenzufriedenheit und Preisen, zu Verkehrsentlastung und Autoabschaffungsquoten sowie zum Ranking der größten CarSharing-Anbieter. In Form eines kompakten Vierseiters können Sie die gesammelten Grafiken hier herunterladen.

Zu Beginn jeden Jahres fragt der Bundesverband CarSharing bei sämtlichen CarSharing-Anbietern die Kennzahlen ab und präsentiert auf Grundlage dieser Zahlen die Marktentwicklung. 2.290.000 Kund*innen sind aktuell als CarSharing-Nutzer*innen registriert. Die gesamte CarSharing-Flotte besteht aus 25.400 Fahrzeugen zum Teilen:

226 CarSharing-Anbieter gibt es aktuell in Deutschland. Von den stationsbasierten Anbietern hat stadtmobil die meisten Fahrzeuge. Unter den Free-floating-Anbietern ist ShareNow der größte:

An 840 Orten in Deutschland gibt es CarSharing. In fast allen deutschen Großstädten werden Fahrzeuge zum Teilen angeboten. Auch in jeder zweiten Kleinstadt stehen CarSharing-Fahrzeuge. Wenig Angebote gibt es in Orten mit weniger als 20.000 Einwohner*innen:

CarSharing wird hauptsächlich in zwei Varianten angeboten: Als stationsbasiertes und als free-floating CarSharing. Der Bundesverband CarSharing erhebt die Branchendaten daher nicht nur im Gesamten, sondern auch nach beiden Varianten getrennt:

Die Kundenzufriedenheit mit stationsbasiertem CarSharing und free-floating CarSharing ist unterschiedlich. In einer Vergleichsstudie aus dem Jahr 2018 (STARS D4.1) wird sowohl bei der Verfügbarkeit von Fahrzeugen als auch beim Preis das stationsbasierte CarSharing besser beurteilt:

Sowohl beim Preis als auch bei der Nutzungsdauer unterscheiden sich das stationsbasierte und das free-floating CarSharing stark voneinander. Das stationsbasierte CarSharing ist günstiger und es wird für längere Strecken genutzt als das free-floating CarSharing:

CarSharing reduziert die Zahl der Pkw auf den Straßen. Das ist wissenschaftlich nachgewiesen. Nutzer*innen von CarSharing sehen häufig keinen Bedarf mehr für ein eigenes Auto und schaffen es ab. Bis zu 80% der Haushalte sind autofrei. Allerdings gilt das nur für das stationsbasierte CarSharing sowie für kombinierte Systeme, bei denen stationsbasiertes und free-floating CarSharing aus einer Hand angeboten wird. Nutzer*innen von reinen Free-floating-Angeboten besitzen oft noch ein eigenes Auto. Wie groß die Unterschiede beim PKW-Besitz zwischen den CarSharing-Varianten sind, zeigt exemplarisch eine Studie des Bundesverband CarSharing aus dem Jahr 2018, für die CarSharing-Kund*innen in Frankfurt am Main, Köln und Stuttgart befragt wurden:

Mehrere CarSharing-Studien haben sich damit beschäftigt, wie viele private Pkw pro CarSharing-Fahrzeug abgeschafft werden. Die Ersetzungsquote gibt dies wieder: „Ein CarSharing-Fahrzeug ersetzt x private Pkw“.  Sie variiert je nach Untersuchungsgebiet und CarSharing-Variante:

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PDF: CarSharing Deutschland 2020

 

Quellen:

1) Nutzer und Mobilitätsverhalten in verschiedenen CarSharing-Varianten, (STARS D4.1). Bundesverband CarSharing e.V., 2018
2) Entlastungswirkung unterschiedlicher CarSharing- Varianten (STARS D5.1). Bundesverband CarSharing e.V., 2019
3) Analyse der Auswirkungen des Car-Sharing in Bremen. team red GmbH, 2018
4) Mehr Platz zum Leben - wie CarSharing die Städte entlastet. Bundesverband CarSharing e.V., 2016
5) share - Wissenschaftliche Begleitforschung von car2go mit batterieelektrischen und konventionellen Fahrzeugen. Forschung zum neuen CarSharing. Öko-Institut e.V., ISOE, Institut für sozial-ökologische Forschung, 2018
6) Evaluation Carsharing (EVA-CS) Landeshauptstadt München, Abschlussbericht. team red GmbH, 2015
7) Umweltbundesamt (Hrsg.) Die Stadt für morgen. Umweltschonend mobil – lärmarm – grün – kompakt – durchmischt. Umweltbundesamt, 2017